Bindung braucht einen Körper – Eltern-Säugling-Körperpsychotherapie bei frühen Regulations- und Bindungsstörungen

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Daten

Donnerstag 18.5.2017 09:15–17:15 Uhr
Freitag 19.5.2017 09:15–17:15 Uhr

Dozent

Thomas Harms, arbeitet als Psychologe, Körperpsychotherapeut und Supervisor in Bremen (D). Seit über zwanzig Jahren bildet er in mehreren Ländern Europas Menschen in den von ihm entwickelten Methoden der Emotionellen Ersten Hilfe und bindungsbasierten Körperpsychotherapie aus. Er leitet seit Mitte der 1990er-Jahre das Zentrum für Primäre Prävention und Körperpsychotherapie (ZePP) in Bremen.

Kurzbeschreibung

Welche körperlichen Voraussetzungen sind nötig, damit Eltern einen feinfühligen und tragfähigen Zugang zu ihren Säuglingen und Kleinkindern entwickeln? Warum braucht Bindungssicherheit einen Körper? Wie können körperliche Interventionen helfen, traumatisch bedingte Regulations- und Bindungsstörungen zu überwinden?

In diesem Workshop wird über die enge Verwobenheit von Körper, Emotionsregulation und Eltern-Kind-Bindung berichtet. Neben Ergebnissen der heutigen Gehirn- und Bindungsforschung wird Thomas Harms eigene Videobeispiele und Praxisbeobachtungen aus dem Feld der modernen Eltern-Säugling-Psychotherapie vorstellen, die zeigen, wie durch einfache körperliche Interventionen (z.B. Atmung, Berührung und Körperwahrnehmung) die Nähe- und Bindungsbereitschaft von Eltern und Kindern von Beginn an verbessert werden kann.

Die zentrale These des Referenten lautet: Sichere Bindung entsteht nur dort, wo wir eine achtsame Verbindung mit unserem Körper entwickeln. Der Aufbau einer stabilen Selbstverbindung wird zum wichtigsten Vehikel, um die Beziehungs- und Resonanzfähigkeit von Eltern und Kind zu verbessern.
Dabei wird gezeigt, dass die Ansätze der Emotionellen Ersten Hilfe (EEH) und Präventiven Körperpsychotherapie nicht nur in der nachgeburtlichen Krisenbegleitung von Eltern und Kind einsetzbar sind, sondern zudem neue Perspektiven in der Frühprävention sowie körperorientierten Psychotherapie mit Erwachsenen eröffnet.

Folgende Inhalte werden behandelt:

  • Neurovegetative Grundlagen der frühen Eltern-Kind-Beziehung
  • Bestandteile und Settings der (körper-)psychotherapeutische Arbeit mit Babys und Eltern
  • Einsatz von körperbasierten Interventionen (wie u.a. Atmung und Körperberührung), die helfen, die geschwächte Bindungs- und Öffnungsbereitschaft von Babys und Eltern wieder aufzubauen
  • Präsentationen von Videomaterial aus dem Feld der körper- und bindungsbasierten Eltern-Baby-Psychotherapie
  • Körperorientierte Selbsterfahrung und szenische Rollensettings
Gruppengrösse: 24
Anmeldung bis: 17.4.2017
Kosten: CHF 420.–
Ort: Alterszentrum Hottingen, Freiestrasse 71, 8032 Zürich, von Meiss - Saal
TeilnehmerInnen: PsychotherapeutInnen, ÄrztInnen, PsychologInnen, SozialarbeiterInnen