Embodiment

Das Seminar fokussiert auf die körperliche Ebene in der Psychotherapie und geht neben einer Einführung in das Konzept des Embodiment sowohl auf den Bereich der somatoformen und somatopsychischen Störung als auch auf das Potenzial einer körperpsychotherapeutisch orientierten Handlung ein.

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Daten

Montag 08.09.2020 09:15–17:15 Uhr

Dozent

Claas Lahmann, Univ.-Prof. Dr. med.; Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Spezielle Schmerztherapie; Lehrstuhlinhaber und Ärztlicher Direktor der Klinik für Psychosoatische Medizin und Psychotherapie am Universitätsklinikum Freiburg; Vorstandmitglied des Deutschen Kollegiums für Psychosomatische Medizin (DKPM); Arbeits- und Forschungsschwerpunkte u.a. in den Bereichen somatoforme und somatopsychische Störungen, Arbeitspsychosomatik sowie Embodiment und Körperpsychotherapie.

Kurzbeschreibung

In einer sehr umfassenden Form kann Embodiment als Verkörperung jeglicher Lebensprozesse verstanden werden. Embodiment steht für ein Konzept, das unter anderem die Situiertheit von Kognition sowie die Rolle des Körpers in der Gestaltung des Geistes betont; auch die subjektive Erfahrung, einen Körper zu haben, ist dabei von zentralem Interesse. Während die Bedeutung des körperlichen Bedingungsgefüges für die Dimension des Verhaltens seit jeher unstrittig war, so wird aus der Perspektive des Embodiment auch die enge Verzahnung von Denken und Fühlen mit dem Körper stärker akzentuiert. Wir verhalten uns nicht nur mit unserem Körper, wir denken und fühlen auch mit ihm. Das Embodiment-Konzept bietet somit einen für verschiedene Disziplinen relevanten konzeptuellen Rahmen, mit dem sich die psycho-somatische Parallelität besser fassen lässt.

Im Bereich der Psychosomatischen Medizin können viele Körperbeschwerden, ob durch körperliche Erkrankung bedingt oder eher funktioneller Natur oder stressbedingter Genese, als Störung des Embodiment verstanden werden. Auch in den Bereichen der Pädagogik, der Künste, dem Leistungssport sowie des Führungsverhaltens wird die Bedeutung des Zusammenspiels von Geist und Körper für das Erreichen hoher Leistungen bei gleichzeitigem Erhalt der psycho-somatischen Gesundheit immer deutlicher.

Ziele

  • Verständnis des theoretischen Konzepts Embodiment inkl. einer kritischen Betrachtung
  • Wissen um die Bedeutung körperlicher Aspekte für psychosomatische-psychotherapeutische Behandlungen
  • Kenntnis praktischer Möglichkeiten, wie das Konzept des Embodiment für die klinische Praxis nutzbar gemacht werden kann

 

Gruppengrösse: max 24 TN
Anmeldung bis: 31.8.2020
Dauer: 09:15 Uhr - 17:15 Uhr
Kosten: CHF 320.–
Ort: Ausbildungsinstitut Meilen, Stockerstrasse 45, 8002 Zürich